So überprüfen Sie die Wärmedämmung Ihres Hauses mit einer Wärmebildkamera

08.10.2026

Scannen Sie die Gebäudehülle im Innenbereich, vergleichen Sie die Temperaturverläufe und ermitteln Sie die Bereiche, die einer genaueren Überprüfung der Wärmedämmung bedürfen.

Wände und Decken können zwar vollkommen einheitlich aussehen, sich jedoch thermisch unterschiedlich verhalten. Eine Dämmung verlangsamt die Wärmeübertragung durch die Gebäudehülle; Lücken, ungleichmäßige Abdeckung und bauliche Details können die Temperaturen beeinflussen, die an der Innenfläche gemessen werden.

Die Wärmebildtechnik verschafft Ihnen einen praktischen Überblick. Sie können eine ganze Wand oder Decke überblicken und Abweichungen ausfindig machen, bevor Sie entscheiden, wo Sie genauer nachsehen möchten.

Schritt 1: Die Voraussetzungen schaffen

Wählen Sie einen Zeitraum mit einem anhaltenden Temperaturunterschied zwischen Innen- und Außenbereich. Etwa 10 °C sind ein sinnvoller Richtwert für viele Screening-Untersuchungen zu Hause; die Bauweise und die Umgebungsbedingungen beeinflussen, wie deutlich die Muster zu erkennen sind. Lassen Sie die Heizung oder Klimaanlage gleichmäßig laufen und meiden Sie Oberflächen, die kurz zuvor direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren.

Führen Sie den Scan in Innenräumen durch und achten Sie dabei darauf, dass zugängliche Wände und Decken gut sichtbar sind. Aktivieren Sie „Smart SuperScene“ für Isolationsprüfungen. Auf der Grundlage von Trainingsdaten mit Zehntausenden von realen Wärmebildern erkennt und markiert das System verdächtige Isolierungsabweichungen automatisch in Echtzeit. Schließen Sie auf jedes hervorgehobene Detail einen Vergleich mit der Umgebung an, wobei Sie die durch SuperIR verbesserten Bilddetails nutzen, um das Muster mit der Bauweise in Zusammenhang zu bringen. Verwenden Sie zum Vergleich dieselbe Farbpalette und, sofern verfügbar, denselben Temperaturbereich. Achten Sie stets auf die Temperaturskala: Bei automatischen Einstellungen können sich die Farben von Bild zu Bild ändern.

Schritt 2: Folgen Sie der thermischen Grenze

Wände:  Scannen Sie die nach außen gerichteten Wände in überlappenden Abschnitten. Vergleichen Sie benachbarte Gebiete mit ähnlicher Bebauung. Ein großer, unregelmäßiger Fleck oder eine Vertiefung, die sich von ähnlichen Vertiefungen unterscheidet, kann auf eine ungleichmäßige Isolierung hindeuten. Regelmäßige Linien können Bolzen oder anderen baulichen Details entsprechen.

Grenze zwischen Dach und Dachboden:  Scannen Sie die Decken unter dem Dach oder einem unbeheizten Dachboden, einschließlich des Bereichs um die Dachluke herum. Vergleichen Sie gleichwertige Deckenabschnitte und achten Sie auf deutliche Unterschiede an den Verbindungsstellen. Dies kann dabei helfen, Stellen zu identifizieren, an denen die Durchgängigkeit der Isolierung oder Luftundichtigkeiten überprüft werden sollten.

Grenze zwischen Erdgeschoss und Keller:  Scannen Sie die Kanten des Fußbodens und die zugänglichen Flächen, die beheizte Räume vom unbeheizten Keller trennen. Achten Sie auf die Übergänge zwischen Wand und Boden und vergleichen Sie ähnliche Oberflächen.

Fenster- und Türrahmen:  Vergleichen Sie den Rahmen mit der angrenzenden gestrichenen Wand. Achten Sie besonders auf die Kontinuität im Bereich der Öffnung; die Verglasung verhält sich oft anders als die Wand.

Schritt 3: Das Muster verstehen

Ein ungewöhnliches Oberflächenmuster hilft dabei, den zu untersuchenden Bereich zu lokalisieren. Berücksichtigen Sie neben der Dämmung auch Wärmebrücken, die Konstruktion, Feuchtigkeit und Luftbewegungen. Ein Wärmebild zeigt das Ergebnis der Wärmeübertragung an der Oberfläche und nicht die Dämmung selbst.

Halten Sie den Ort auf einem normalen Foto fest, überprüfen Sie anschließend die zugänglichen Dämmungen oder nutzen Sie Ihre Bilder als Grundlage für eine fachmännische Begutachtung. Wenn sich das Muster an einer Fuge beginnt und sich nach innen ausbreitet, befolgen Sie ebenfalls die Vorgehensweise bei Luftundichtigkeiten.

Schritt 4: Vergleich nach der Optimierung

Führen Sie den Scan erneut von derselben Position aus unter ähnlichen Bedingungen im Innen- und Außenbereich durch. Vergleichen Sie den Temperaturverlauf und den Raumkomfort. Sie verfügen nun über eine Aufzeichnung, die den ursprünglichen Anlass, die durchgeführten Maßnahmen und die festgestellte Veränderung miteinander verknüpft.

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Weiterführende Literatur: Hohe Energiekosten | Luftundichtheiten

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